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Länder des Südens: Open Source als Ausweg aus dem Copyrightregime

Im Bereich der Software wiederholen sich bekannte Interaktionsmuster aus dem Copyright- und Patentregime: Eine Seite hält die Rechte (und die hat im Bereich der PC-Software einen ganz bestimmten Namen: Microsoft) und setzt sie ein, um den Vorsprung weiter fortzuschreiben, die andere Seite wird dauerhaft an der eigenen Entwicklung gehindert. Doch gibt es einen entscheidendenden Unterschied: Es existiert eine viable Alternative. Der Umstieg auf Open Source (bzw. erst der Einstieg) bringt für Länder des Südens zuerst einen finanziellen Vorteil gegenüber propietärer Software; die Lizenzkosten entfallen (bzw. sind unvergleichlich geringer, da die erworbenen Kopien auf beliebig viele Rechner installiert werden können) und GNU/Linux läuft auch auf älterer Hardware. Viel nachhaltiger als dieser finanzielle Vorteil wirkt sich aber die Einseh- und Veränderbarkeit des Produkts aus. Der Einsatz von Open Source ermöglicht den Aufbau einer eigenen Softwareindustrie. Im Bereich der Software und der Dokumentation ist es somit egal, ob Sie als Programmierer in Brasilien oder Finnland zuhause sind. Beide greifen über das Internet auf dieselben Ressourcen zurück (Der Betreuer des momentan stabilen Linux-Kernels ist Marcelo Tossati, ein 19-jähriger Brasilianer, der Erfinder des Linux-Kernels und Betreuer der experimentellen Version ist Linus Torvalds, ein 33-jähriger Finne).
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